Du zählst zu den grössten Sprinthoffnungen der Schweiz. Wie bist du zur Leichtathletik gekommen?

Eigentlich durch Zufall … ich gehörte im Sport schon immer zu den Schnelleren und spielte leidenschaftlich gerne Fussball. 

Mit Sprint oder Leichtathletik hatte ich jedoch überhaupt nichts am Hut. Eine Kollegin ermunterte mich dann zu einem Probetraining beim BTV. Es machte mir grossen Spass und ich blieb.

Und bist gleich richtig durchgestartet …

Naja … Kurz nach meinem Einstieg in die Leichtathletik verpasste ich knapp die Limite für die Schweizer Nachwuchs-Meisterschaften.
 

Das ärgerte mich enorm und ich trainierte noch härter.
 

Mit Erfolg: ein Jahr später schaffte ich die Limite für die U18-Titelkämpfe und gewann auch gleich die Titel über 100 und 200 Meter.

Um erfolgreich zu sein und meine sportlichen Ziele zu erreichen, investiere ich viel Zeit. Inzwischen bin ich beim LC Zürich und pendle jeden Tag von Chur nach Zürich.

Morgens arbeite ich als kaufmännischer Angestellter in Chur und nachmittags habe ich Training. Die Leichtathletik bedeutet mir sehr viel und ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden.

Wie lässt sich der Sport mit Arbeit, Freizeit und Freunden vereinbaren?

Das ist eine grosse Herausforderung und gelingt mir leider nicht immer.

Die Freizeit und mein Freundeskreis leiden unter meinem intensiven Training. Denn abends bin ich oftmals zu müde, um noch meine Freunde zu treffen.

Auf Freizeit verzichte ich fast komplett. Sie gehört der Leichtathletik.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?
 

Ich möchte als erfolgreicher Sprinter Vollprofi sein.
 

Der Sport steht die nächsten Jahre an erster Stelle und ich möchte unbedingt an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Bis dahin muss ich aber noch viel trainieren.