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Eine Studie zeigt, dass Mädchen, selbst wenn sie die gleiche Förderung in Technik erhalten und das gleiche Interesse an Technik aufweisen wie Knaben, immer noch weniger Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und damit ein geringeres Selbstkonzept in Bezug auf Technik haben als Knaben. Deshalb ist es wichtig, Mädchen vermehrt spezifisch in ihrem Technikinteresse zu fördern.

Die Nachfrage an MINT-Fachkräften ist in der Schweiz markant gestiegen. Zwar haben auch die Studienabschlüsse in den MINT-Fächern zugenommen, der Bedarf an MINT-Fachkräften lässt sich aber bei Weitem nicht decken. Ein grosses Potenzial liegt in der Anhebung der Frauenquote.

Wie statistische Zahlen belegen, sind Frauen in der Schweiz in den MINT-Fächern und -Berufen stark untervertreten. Während der MINT-Bereich männerdominiert ist, interessieren sich junge Frauen eher für Pädagogik, Soziales, Pflege und Sprachen. Wie können also mehr Frauen für MINT-Berufe gewonnen werden?
 

Talente früh erkennen

Einen wichtigen Grundstein kann die Schule legen: Ein Bericht des Bundesrates hat gezeigt, dass die massgebende Lebensphase für das Wecken von Interessen für die MINT-Thematik zwischen dem ersten und dem fünfzehnten Lebensjahr liegt. Hier gilt es, Talente früh zu erkennen, diese zu fördern und alte Geschlechterstereotype herauszufordern.
 

Für Frauen attraktiv machen

Eine weitere Schlüsselrolle kommt den Unternehmen der MINT-Branche zu: Sie müssen die Bedingungen herstellen, die es für Frauen attraktiv machen, sich für einen Beruf in dieser Branche zu entscheiden.

Dies beinhaltet einerseits die oftmals vernachlässigte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die durch flexiblere Arbeitsformen verbessert werden kann. Andererseits muss die MINT-Branche aktiv auf Hochschulabsolventinnen und weibliche Lehrstellensuchende zugehen und beidseitige Vorurteile abbauen.